Wer kennt nicht die Bilder: Am heimischen Baggersee werden unzählige SUPs mühevoll aufgeblasen und anschließend zu Wasser gelassen. Die stolzen Kapitäne versuchen anschließend möglichst elegant auf dem Board stehend über den See zu paddeln. Dies gelingt nicht jedem. Ob es da was besseres gibt? Die Antwort lautet JA

eSurf und eFoil sind die Alternativen. Statt mühselig durch das Wasser zu paddeln kann man auch mit Highspeed über das Wasser fliegen. Wir Memmen haben das ausprobiert.

Spätsommer Mitte September, unser Freund Gunter hat uns zum ultimativen Wasserspaß eingeladen. Er ist stolzer Besitzer zahlreicher eSurfs, eFoils und Water-Bikes. Treffpunkt war der Kiefweiher. Im Vorfeld hatte Gunter uns schon einige Videos zu den Wassersport-Geräten geschickt. Ein wenig nervös fanden wir uns am See ein. Gunter war schon dabei die Geräte aus einem riesigen Hänger auszuladen. Nach einer kurzen Einweisung konnten wir dann die verschiedenen Boards fahren.

wBike (Water-Bike)

Der Hingucker am Strand und auf dem Wasser. Ein Bike, welches auf einem Board montiert ist. Es hat 2 Gänge: vorwärts und rückwärts. Aufsteigen tut man von hinten. Hat man auf dem Sattel Platz genommen, kann es schon losgehen. Man pedaliert recht gemütlich über das Wasser. Das Teil ist überraschend wendig und überhaupt nicht kippelig.

eSurf

Dies ist schon ein ganz anderes Kaliber. Während Papa langsam mit seinem SUP paddelt, schießt das eSurf mit gut 50 km/h an ihm vorbei. Angetrieben durch einen 14 PS Elektromotor liefert der Jetantrieb einen Schub so dass das Teil abgeht wie Schmitts Katze. Das Teil hat Power.

Zunächst starteten wir kniend. Der Antrieb wird durch einen Handcontroller, ähnlich dem Controller einer Carrera-Rennbahn reguliert. Gelenkt wird das Gerät durch Gewichtsverlagerung. Kniend ist das Fahren ein Kinderspiel. Schnell hat man sich an die Geschwindigkeit und die Lenkung gewöhnt. Schon nach ein paar Minuten Eingewöhnungszeit konnten wir im Stehen fahren. Und genau dann hat man den größten Spaß. Mit zunehmender Routine steigt auch die Lust schneller zu fahren. Das Board gleitet dabei super stabil übers Wasser und kann recht einfach gelenkt werden. Ein tolles Gefühl so über das Wasser zu schießen. Den paddelnden Papa auf seinem SUP vergisst man da sofort.

eFoil

Das eFoil ist wohl der kleine, aber spannendere Bruder zum eSurf. Die Geschwindigkeit kann wohl auch bis zu 50 km/h erreichen, aber das Teil wird mit einem 5 kW Motor angetrieben. Das Board ist etwas kürzer als das eSurf und wird von einem Propeller unter Wasser angetrieben. Da sich unter Wasser auch noch ein weiterer Flügel befindet, steigt das Board ca. 50 – 60 cm aus dem Wasser. Man fliegt förmlich über dem Wasser.

Auch hier starteten wir kniend. Das eFoil wird ebenfalls mit einem Controller gesteuert und durch Gewichtsverlagerung gelenkt. Dabei fällt auf, dass das Teil sehr stabil im Wasser liegt und recht leicht zu lenken ist. So richtig Spaß macht es aber erst, wenn man die Geschwindigkeit steigert und merkt, wie das Board langsam aus dem Wasser steigt und abhebt. Jetzt ist Feingefühl gefragt. Erhöht man die Geschwindigkeit weiter, steigt das Board noch höher bis der Propeller in der Luft ist, was zur Folge hat, dass die Geschwindigkeit stark abnimmt und das Board zurück aufs Wasser fällt. Schafft man es aber die Geschwindigkeit gleichmäßig zu halten, fliegt man wie einst Aladin auf seinem Teppich über das Wasser. Ein geiles Gefühl. Das Lenken ist dabei so einfach und leicht, da nur der Unterwasserflügel und der Propeller noch im Wasser ist. Die nächste Stufe wäre dann das aufrechte Stehen auf dem Board. Das allerdings verlangt nach etwas mehr Übung, sollte aber innerhalb von einem Tag machbar sein.

 

Abschließend kann man sagen, dass die Geräte höllischen Spaß machen. Man kommt schon nach recht kurzer Zeit gut damit zurecht und kann das Gefühl des Fliegens und Gleitens über Wasser entdecken.

Ich denke, wir werden auf jeden Fall noch einmal eine Runde mit den Boards drehen. Wer auch Interesse an diesem Wasserspaß hat, der kann gerne auf Gunters Homepage schauen und sich informieren: www.AGVA.fun

 

Paddeln war gestern, fliegen ist heute
Christian, der kleine Aladin